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Was für ein Mensch

Ein etwas älterer Beitrag, den ich aber genau so auch heute noch schreiben würde, bis auf den Anfang, denn meinen 50. habe ich schon hinter mir... So langsam gehe ich auf die 50 zu. Halbes Leben hinter mir. 10 Jahre mehr, als mein eigener Vater schaffte. Stellt man sich die Frage: was hab ich erreicht, was will ich noch erreichen, was macht mich zu dem, was ich bin und wer oder was bin ich überhaupt? Buah, machs doch nicht so schwer. Doch denn ich glaube, gerade das macht mich aus. Fragen zu stellen, wenn andere einfach schon 10 Schritte weiter sind. So in der Art habe ich meine Frau kennengelernt. Im Religionsunterricht in der Handelsschule. Unser Lehrer, ein Pfarrer, der uns Jahre später auch traute, kam immer zu spät. Man sah ihn nicht, man roch ihn. Ich glaube der hatte ein Rasierwasserverbrauch, wie andere Leute Duschgel verbrauchen. Egal. Ich fragte also das junge Fräulein neben mir: haste Lust auf Unterricht, oder nicht. Wenn sie verneinte, dann kam meine Zeit: Herr Lehrer, warum ziehen sich Frauen beim Kirchenbesuch oft die teuersten Klamotten an, die sie im Schrank haben, Gott müsste doch egal sein, was wir an haben... Schon fing er an, mir zu erklären, warum manche Frauen das machen und ich nickte wissend und überließ ihm einfach den Monolog. Oft ging das, bis es zum Unterrichtsende klingelte. Ich fand das immer köstlich, weil, wenn man genauer hinhörte, der liebe Herr Pfarrer, sich selbst widersprach, aber wieder egal, weil der Unterricht war gelaufen. Das war, was ich erreichen wollte. Aber ist es das, was mich ausmacht? Vor einem Jahr hätte ich gesagt: Ja, so könnte man es sehen.Ich bin jemand, der, wenn ihn etwas interessiert, bohrt. Kann mich in Sachen verbeißen. Wenn dies andere Menschen betrifft, kann das zweierlei Folgen haben: Ich nerve oder ich helfe. Viele Jahre habe ich nur so gestrotzt von Sarkasmus und Wortspielen. Achtete genau auf Formulierungen, auf Betonungen um die sprechende Person dann, wenn sie einen Fehler machte, genau darauf fest zu nageln. Viel brachte das in Rage. Man kann es aber auch anders sehen: ICH höre zu, denke mit. Es gibt genug andere Leute, die fragen dich was und hören dir dann nicht zu, wenn du die Antwort gibst. Ich konnte das schon immer recht gut. Zuhören. Zwischenzeitlich bin ich nicht nur Zuhörer, sondern auch Kümmerer, Gedankenmacher. Ich mache mir Gedanken über Sachen, die mich nichts an gehen. Gedanken über Menschen, die ich vor Monaten, Wochen, Tage nichtmals kannte. Ich bekomme einen Brocke hingeworfen und muss genau dahinter steigen, wieso, weshalb, warum. Kann man irgendwas dagegen machen, oder dafür, Vor- und Nachteile und was hat das Alles für Auswirkungen. Manchmal erdrückt es mich schier. Ich kann nicht mehr, bekomme keine Luft mehr, weil mich dies und das so beschäftigt, dass ich alles Andere vergesse. Dies passierte mir im letzten Jahr auf eine ganz besondere Weise. Es kam schleichend, ganz langsam und endete fast im Desaster. Zeichnet mich das aus? Ja/ nein/ ich weiß nicht. Dies ist eine für mich absolut typische Antwort, wenn ich einfach nicht weiterweiß. Was im letzten Jahr passiert ist, kann mich nicht auszeichnen, denn es zeigte mir meine Schwächen, mein wunder Punkt, meine Verletzlichkeit. Ich habe aber auch was bekommen. Seit ich erkannte, was passieren kann, wurde ich noch gefühlvoller, noch sentimentaler, noch sensibler. Ich habe viele Menschen verletzt, viele Menschen in eine Lage gebracht, die eigentlich nicht verzeihbar sind. Bin ich stolz auf so was? Nein, natürlich nicht. Ich glaube allerdings, es gibt immer wieder, in jedem Leben solche Tiefpunkte, aus denen du nicht alleine raus kommst, weil du dich immer wieder im Kreis drehst. Dann ist es gut, wenn jemand da ist, der sagt: STOP, denke und handele dann. Bei manchen Menschen geht das schnell, bei Anderen dauert das lang. Bei mir dauerte es lang, gefühlt lang. Ist es schon vorbei? Ja, nein, ich weiß nicht... Natürlich zeichnet mich das aus, wenn ich mich mit Sachen beschäftige, mehr beschäftige, als ich eigentlich müsste. Ich kümmere mich drum, mach dir keine Gedanken. Aber wie war das mit dem Krug, der zum Brunnen ging ? Irgenwann bricht er. Ich brach. War wegen Burn Out in Reha. Dort wurde ich angesprochen, ob ich ich kurzfristig einen Fernsehbeitrag über mich machen wollte. Wie, Fernsehbeitrag? Na, es kommt ein Kamerateam und es wird ein Beitrag über Sie, über Ihre Krankheit und diese Klinik gedreht. Machen Sie mit, oder nicht? Erster Gedanke: nee, geht gar nicht. Warum immer ich? Dann Nachdenken, ich hatte 6 Stunden, um mich zu entscheiden. Was bringt es, was sag ich, was werde ich gefragt, wie geht das ab? Ich wurde vom gesamten Tagesprogramm befreit, um mir Gedanken zu machen. In 3 Tagen komme die und wollen drehen. Was bringt es mir. Um es kurz zu machen: diese wenigen Tage brachten mir mehr, als 3 Wochen Reha. Ich beschäftigte mich mit mir, mit meinem Problem, warum alles so kam und was ich ändern könnte. In diesem Beitrag sage ich dann einen Satz, der heute noch gilt: Ich beschäftige mich gerne mit Menschen, mit deren Problemen, versuche Lösungen zu finden. Das hilft mir, weil ich mein eigenes Leben nicht aus diesen Gedankengängen ausschließe und so auch mir selbst helfe. Das ist es eigentlich. Viele Menschen denken: buah, der macht so viel für andere. Nein, ich mache es auch für mich, auch zur Bestätigung, auch zur Befriedigung, für Seele und Geist. Natürlich trete ich auch ab und zu in einen Fettnapf. Ich verletze durch meine Gedanken, durch meine Wünsche. Oft merke ich das nicht. Es gibt aber auch Situationen, wo ich es merke und dann noch etwas drauflege, einfach um eine Reaktion zu bekommen. Aus dieser Reaktion erkenne ich, wie mein Gegenüber tickt. Überhaupt denke ich, ich habe ein relativ gutes Gespür für Menschen, kann mich auf jede Person einstellen. Wenn ich das besonders gut mache, bekomme ich Informationen, die die Person eigentlich nicht von sich machen wollte. Ich bin froh über dieses Geschick zu verfügen, aber ich kenne auch die Risiken: sich zu sehr in jemanden vertiefen, in eine bestimmte Sache vertiefen. Leider merke ich das nicht, ist so eine schleichende Sache, allerdings bemerke ich die Vorboten, wenn es zu viel wird. Sensibel, ja, auch in dieser Beziehung bin ich sensibel. Ich sehe das aber nicht als Schwäche, im Gegenteil. Was will ich noch erreichen? Mit meiner Umwelt im Einklang zu leben. Das wäre eigentlich die Kurzversion. Umwelt ist allerdings ein großer Begriff und wenn ich den nun zerplücke, kann man diese Äußerung drehen wie man sie will. Umwelt: Familie, Firma, Freunde und auf der anderen Seite natürlich das ICH, das eigene Ego. Allerdings, was ich will und was meine Firma will, das sind 2 Paar Schuhe und auf alle anderen Beteiligten kann ich das auch münzen. Allerdings muss ich halt immer ein YING und YANG, eine Waage, einen Ausgleich finden. Manchmal fällt mir das leicht, manchmal schwer. Hoffe noch ein wenig weiter schreiben zu können, einfach Gedanken zu notieren. Menschen, denen ich durch Ratschlägen helfen kann, denen ich dadurch wichtig bin oder einfach nur ein Freund, einfach jemand, der da ist, wenn man ihn braucht. Das will ich sein, nicht mehr, nicht weniger
17.7.15 11:41
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(17.7.15 11:48)
passt gut zur Tropenluft heute bei uns im Pott.

Klar, hab das "made in" vergessen - alles wird sich finden


alleinsein1974 (17.7.15 21:19)
Du bist was Besonders.


alleinsein1974 (17.7.15 21:20)
Besonderes


alleinsein1974 (17.7.15 21:22)
Du bist was Besonders.

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